Jan-Philipp Sendker

Jan-Philipp Sendker Portrait
Bild: © Frank Suffert

Jan-Philipp Sendker, geboren in Hamburg, war viele Jahre Amerika- und Asienkorrespondent des Stern. Nach einem weiteren Amerika-Aufenthalt kehrte er nach Deutschland zurück. Heute lebt er mit seiner Familie in Potsdam. Im Jahr 2000 erschien seine eindringliche Porträtsammlung «Risse in der Grossen Mauer». Bald darauf folgte der Auftaktroman seiner berührenden Burma-Serie, «Das Herzenhören», welcher sich zum Weltbestseller musterte. Mit über 3 Millionen verkauften Büchern ist Sendker einer der aktuell erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren.

Das Gedächtnis des Herzens

Jan-Philipp Sendker hautnah

Interview von Ex Libris

Ihre Romane spielen vorwiegend in Asien, was fasziniert Sie an diesem Kontinent?
Alles. Die Menschen, die Religionen, die anderen Einstellungen in vielen Bereichen des Lebens. Gleichzeitig fasziniert es mich immer wieder, zu entdecken, wie viel wir gemein haben, dass uns als Menschen mehr verbindet, als trennt. Davon handeln die Romane.

Wie genau malen Sie sich eine Geschichte im Kopf aus, bevor Sie mit Schreiben beginnen?
Ich bin ein sehr intuitiver Schreiber. Ich habe Emotionen, die mich mit den Hauptfiguren verbinden, und ein paar Eckpunkte der Handlung, der Rest kommt dann irgendwie aus mir heraus. Bis zu einem gewissen Grad lebe ich in und mit der Geschichte und schreibe auf, was ich sehe, höre und fühle.

Was inspiriert Sie zu Ihren Liebesromanen?
Das Leben. Die Hoffnung. Der Glaube, dass es in unserem Leben keine grössere Kraft gibt und dass diese Kraft eine positive ist.

Wie lange dauert es von einer Idee im Kopf bis zum fertigen Buch in der Hand?
Das hängt sehr vom Buch ab. An «Das Gedächtnis des Herzens» habe ich über zwei Jahre gearbeitet. Oft nur eine oder zwei Seiten am Tag. Bei meinem neuen Roman erlebe ich geradezu einen «Schreibrausch». Von der Idee bis zum Erscheinen wird vermutlich kam mehr als ein Jahr vergehen.

Arbeiten Sie derzeit an einem neuen Buch und wenn ja, worauf dürfen wir uns freuen?
Ja, ich schreibe intensiv an einem neuen Roman. Er hat nichts mit den China- und Burma-Büchern zu tun, das empfinde ich nach zwei Trilogien auch als Befreiung. Er spielt im heutigen Südostasien. Es geht um den schwierigen und schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens zweier junger Menschen, deren Liebe zueinander und unter anderem um die Frage, warum es so schwer ist, das «Richtige» zu tun. Mehr möchte ich noch nicht verraten.

Etwas möchten wir noch wissen, welches Buch haben Sie schon mehr als einmal gelesen und warum?
Es gibt sooo viele grossartige Bücher, die ich noch nicht kenne, dass ich bisher noch kein Buch ein zweites Mal gelesen habe.

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