Manuela Inusa

Manuela Inusa Portrait

Manuela Inusa wurde 1981 in Hamburg geboren und wollte schon als Kind Autorin werden. Kurz vor ihrem dreissigsten Geburtstag sagte die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin sich: »Jetzt oder nie!« Nach einigen Erfolgen im Selfpublishing erscheinen ihre aktuellen Romane bei Blanvalet. Ihre Valerie-Lane-Reihe verzauberte die Herzen der Leserinnen und eroberte auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste, genau wie ihre aktuelle Kalifornische-Träume-Reihe. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in einem idyllischen Haus auf dem Land. In ihrer Freizeit liest und reist sie gern, außerdem liebt sie Musik, Serien, Tee und Schokolade.

Der neueste Roman von Manuela Inusa

Manuela Inusa hautnah

Interview von Ex Libris

Ihre aktuelle Romanreihe trägt den zauberhaften Titel «Kalifornische Träume». Was ist Ihr grösster Wunschtraum?
Oh, da gibt es so einiges. Ein grosser Wunschtraum von mir wäre eine Verfilmung eines meiner Bücher. Eine Übersetzung ins Englische wäre auch ganz grossartig, da dann meine Geschichten auch in Amerika gelesen werden könnten. Vielleicht würde dann jemand auf seiner kalifornischen Erdbeerfarm sitzen und «Erdbeerversprechen» lesen – das wäre doch fantastisch!

Nach «Erdbeerversprechen» wartet im Herbst bereits der nächste Band. Woher nehmen Sie die ganzen Ideen?
Ich habe das Glück, dass es in meinem Kopf vor Ideen nur so sprudelt. Ein winziger Gedanke macht sich quasi selbstständig und entwickelt sich zu einer immer umfangreicheren Geschichte. Dabei helfen natürlich auch die Menschen und Orte, die ich auf meinen Recherchereisen gesehen habe, und die mich zu immer neuen Ansätzen inspirieren.

Nebst den bewegenden Liebesgeschichten begeistern Ihre Bücher zusätzlich mit himmlischen Rezepten. Welches sind Ihre Top-Drei?
Oh, das ist schwer, denn es sind alles selbstkreierte Lieblingsrezepte von mir. Ich würde sagen, meine Top-Drei sind die Erdbeerwolke aus «Erdbeerversprechen», die Himbeer-Vanille-Marmelade aus «Wintervanille» und Hatties berühmte Mandelplätzchen aus «Mandelglück».

Welches Buch, das Sie 2020 gelesen haben, hat Sie am meisten bewegt und warum?
Ich war schwer beeindruckt von «Die Verschwindenden» von Brit Bennett aus dem Rowohlt-Verlag, da es so eine wahrheitsgetreue, schmerzhafte, berührende Geschichte unserer Zeit ist. Aber auch «Kleine Feuer überall» von Celeste Ng (dtv) hat mich sehr bewegt.

Gibt es eine Buchheldin, die Sie besonders bewundern und als Vorbild sehen?
Oh, eine Buchheldin, die ich bewundere? Ich finde Louisa Clark aus «Ein ganzes halbes Jahr» toll, weil sie selbst in schweren Zeiten so fröhlich und hoffnungsvoll ist.

Wie kamen Sie zum Blanvalet-Verlag?
Wie schon erwähnt, hatte ich meine ersten Erfolge im Selfpublishing. Ungefähr drei Jahre lang habe ich meine Geschichten, meist Kurzromane im Bereich Chick-Lit, über kdp (Kindle Selfpublishing) bei Amazon eingestellt. Das lief so gut, dass sich eine literarische Agentur für mich interessierte. Gemeinsam mit meiner neuen Agentin Anoukh Foerg habe ich dann überlegt, was für ein erstes Verlagsbuch ich denn schreiben könnte. Ich hatte schon länger die Idee, eine historische Persönlichkeit in die Gegenwart zu holen und tat dies dann mit Jane Austen. Als «Jane Austen bleibt zum Frühstück» fertig war, hat meine Agentin es verschiedenen Verlagen angeboten. Blanvalet zeigte großes Interesse, und so begann die Erfolgsgeschichte.

Ihre ersten Romane veröffentlichten Sie im Self-Publishing. Was würden Sie Leserinnen und Lesern raten, die mit dem Gedanken spielen, selbst ebenfalls ein Buch rauszubringen?
Ich würde Leserinnen und Leser, die selbst auch ans Veröffentlichen denken, immer raten, sich vorab gut zu informieren und sich die nötigen Bedingungen anzueignen (wie z.B. die neue deutsche Rechtschreibung), bevor sie ins kalte Wasser springen. Vor allem sollte man sich mit dem jeweiligen Programm erst einmal vertraut machen, Bekannte befragen, die schon erste Erfahrungen gesammelt haben, und Bücher von anderen Selfpublishern lesen. Sich anschauen, wie so ein Buch aussehen sollte, damit es professionell wirkt. Und das Wichtigste: Man sollte nicht gleich die ersten Schreibversuche hochladen, denn wenn das Geschriebene nicht ausgereift ist, hagelt es schlechte Rezensionen, und die Schriftstellerkarriere ist beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat. Stattdessen könnte man Freunde oder Familienmitglieder bitten, das Geschriebene zu lesen und einem ehrlich zu sagen, was verbesserungswürdig ist. Diese können einen dann auch gleich auf Rechtschreibfehler aufmerksam machen. Man sollte seine Geschichte unbedingt fehlerfrei reinstellen, auch wenn man sie dafür zehnmal durchlesen muss. Am besten druckt man sie sich aus, so findet man die meisten Ungereimtheiten. Wenn es einem finanziell möglich ist, kann man ein professionelles Lektorat hinzuziehen. Von besonderer Bedeutung ist auch das Cover, das man entweder selbst gestaltet oder bei einem Coverdesigner in Auftrag gibt. Über Social-Media oder allgemein im Internet lassen sich freiberufliche Lektoren und Coverdesigner in jeder Preislage finden. Und sehr wichtig ist natürlich auch der Buchpreis. Als Neuling sollte man sein Werk keinesfalls zu teuer anbieten, da es einfach zu viel Konkurrenz gibt und das Buch dabei in der Masse untergeht. Hat man sich erst einmal einen Namen erarbeitet, sieht es anders aus, am Anfang jedoch würde ich dazu raten, ruhig mal ein Buch für 99 Cent reinzustellen. Denn die Leser lieben Schnäppchen, das Buch wird häufiger gekauft und schliesslich auch gesehen. Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen und wünsche allen, die es selbst ausprobieren wollen, viel Erfolg!

Die «Kalifornische Träume»-Buchreihe

E-Books von Manuela Inusa

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