Die Kunst, im Chor zu weinen

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Kartonierter Einband

Beschreibung

"Wenn Vater eine gute Grabrede hält, dann haben ihn die Leute gern, und wenn die Leute ihn gern haben, dann hat er auch uns gern." Allan, der elfjährige Sohn des Milchmanns, weiß, wie man zu Tränen rührt. Zusammen mit seinem Vater besucht er sämtliche Beerdigungen des Ortes. Die Grabreden des Vaters unterstützt durch den traurigen Blick des Sohnes bringen die Angehörigen unweigerlich zum Weinen; und da eine gute Rede dem Umsatz des elterlichen Ladens zugute kommt und zudem die "psychischen Nerven" des Vaters beruhigt, ist die Logik für Allan klar: des einen Tod, des anderen Brot. Aber was tun, wenn die Todesfälle ausbleiben? Wer hat das Feuer gelegt, in dem Allans Großmutter umkam? Wird die große Schwester deshalb wenig später in die Psychiatrie gebracht? Oder etwa, weil sie nicht länger mit dem Vater auf dem Sofa schlafen mag? Eine abgründige Familiengeschichte, geschildert aus dem treuherzigen Blickwinkel eines Elfjährigen, dem die familiäre Harmonie über alles geht und dem es deshalb zunehmend schwerer fällt, "gut" und "böse" voneinander zu unterscheiden.

raquo;Sü;djü;tland, ä;uß;erste dä;nische Provinz: ein Ort fü;r Kä;uze wie den Milchmann, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, bei Beerdigungen »ein paar Worte« zu sagen, denn hat man erst ein paar Herzen erwä;rmt, lä;uft das eigene Geschä;ft meist ein bisschen besser. Gemeinsam also klappern Vater Milchmann und sein Sohn den Friedhof ab und predigen vom Grabhü;gel. Doch was so verdä;chtig nach Michel aus Lö;nneberga klingt, ist tatsä;chlich ein Stü;ck finsterer Antiheimatliteratur, vom ehemals sü;djü;tlä;ndischen Jungen und jetzigen Kopenhagener Schriftsteller Erling Jepsen mit dem kü;hlen Lä;cheln eines entschlossenen Nestbeschmutzers vorgetragen. Jepsens wirkungsvollster Kunstgriff: Er lä;sst sein elfjä;hriges Alter Ego Allan erzä;hlen, das dem Vater in blinder Loyalitä;t ergeben ist und dessen Monstrositä;t beschreibt, ohne sie zu begreifen. ... Der Schrecken gefriert in einem grotesken Naturalismus, und je lä;nger Jepsen sein bö;ses Spiel durchhä;lt, desto grö;ß;er wird er.«

Autorentext
Erling Jepsen wurde 1956 in der Kleinstadt Gram in Südjütland geboren. Sein Vater war der Milchmann des Ortes (der letzte Milchmann Südjütlands), die Mutter bediente im Kaufmannsladen der Familie. Erling Jepsen studierte in Aarhus und debütierte als Schriftsteller 1977 mit einem Hörspiel, er lebt als Dramatiker und Romanautor in Kopenhagen. Auf deutsch erschien 2006 der Roman Dreck am Stecken.

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Produktinformationen

Titel
Die Kunst, im Chor zu weinen
Untertitel
Roman
Autor
Übersetzer
EAN
9783518460306
ISBN
978-3-518-46030-6
Format
Kartonierter Einband
Hersteller
Suhrkamp
Herausgeber
Suhrkamp
Genre
Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten
267
Größe
H21mm
Jahr
2008
Untertitel
Deutsch
Auflage
Deutsche Erstausgabe
Land
DE
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