Ich bin dann mal weg

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Noch nicht erschienen. Erhältlich ab 09.12.2021
Kartonierter Einband

Beschreibung

Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, lief zu Fuß zum Grab des heiligen Jakob über 600 Kilometer durch Spanien bis nach Santiago de Compostela und erlebte die reinigende Kraft der Pilgerreise. Ein außergewöhnliches Buch voller Witz, Weisheit und Wärme, ein ehrlicher Bericht über die Suche nach Gott und sich selbst und den unschätzbaren Wert des Wanderns.



»Kerkeling entpuppt sich als gewitzter Erzähler und schlauer Gotteserklärer. Man wurde nicht missioniert, fühlte sich aber als Deutscher, Europäer, Christ und eklektischer Esoteriker nach der Lektüre besser- nicht zuletzt, weil Kerkeling zeigt, dass man alles zugleich sein kann.«

Autorentext
Hape Kerkeling, 1964 in Recklinghausen geboren, begann 1984 beim Fernsehen zu arbeiten; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Es folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let's Dance«, als Königin Beatrix, Uschi Blum oder Horst Schlämmer. Der Entertainer, Schlagersänger, Schauspieler, Moderator, Kabarettist und Autor wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sein Buch »Ich bin dann mal weg« über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg stand 100 Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und hat mehr als fünf Millionen Leserinnen und Leser begeistert. Auch seine Kindheitsgeschichte »Der Junge muss an die frische Luft« erreichte ein Millionenpublikum. Beide Bücher wurden mit großem Erfolg verfilmt. Hape Kerkeling lebt in Bonn und Italien. Zuletzt erschienen »Ich sach mal so«, »Frisch hapeziert« und »Pfoten vom Tisch! Meine Katzen, andere Katzen und ich«, das erneut monatelang die SPIEGEL-Bestsellerliste anführte.

Leseprobe
9. Juni 2001 Saint-Jean-Pied-de-Port
"Ich bin dann mal weg!" Viel mehr habe ich meinen Freunden eigentlich nicht gesagt, bevor ich gestartet bin. Ich wandere halt mal eben durch Spanien. Meine Freundin Isabel kommentierte das sehr lapidar mit: "Aha, jetzt bist du durchgeknallt!"
Was, um Himmels willen, hat mich eigentlich dazu getrieben, mich auf diese Pilgerreise zu begeben?
Meine Oma Bertha hat es schon immer gewusst: "Wenn wir nicht aufpassen, fliegt unser Hans Peter eines Tages noch weg!"
Wahrscheinlich hat sie mich deshalb auch immer so gut gefüttert.
Und so könnte ich jetzt bei einer heißen Tasse Kakao und einem saftigen Stück Käsekuchen gemütlich zu Hause auf meiner roten Lieblingscouch liegen. Stattdessen hocke ich bei erstaunlich kühlen Temperaturen in einem namenlosen Café am Fuß der französischen Pyrenäen in einem winzigen mittelalterlichen Städtchen namens Saint-Jean-Pied-de-Port. Einer malerischen Postkartenidylle ohne Sonne.
Von der Zivilisation kann ich mich dann doch noch nicht ganz lösen, deshalb sitze ich direkt an der Hauptstraße und stelle fest: dafür, dass ich vorher noch nie etwas von diesem Ort gehört habe, brettern hier unglaublich viele Autos durch.
Auf dem wackeligen Bistrotischchen vor mir liegt mein fast leeres Tagebuch, das anscheinend genauso einen Appetit hat wie ich. Eigentlich hatte ich bisher noch nie das Bedürfnis, mein Leben schriftlich festzuhalten aber seit heute Morgen verspüre ich den Drang, jedes Detail meines beginnenden Abenteuers in meiner kleinen orangefarbenen Kladde aufzuzeichnen.
Hier also beginnt meine Pilgerreise nach Santiago de Compostela.
Die Wanderung wird mich über den Camino Francés, eine der Europäischen Kulturstraßen, über die Pyrenäen, quer durch das Baskenland, Navarra, die Rioja, Kastilien-León und Galicien nach etwa 800 Kilometern direkt vor die Kathedrale von Santiago de Compostela führen, in welcher sich, der Legende nach, das Grab des Apostels Jakob befindet, des großen Missionars der iberischen Völker.
Wenn ich nur an den langen Fußmarsch denke, könnte ich mich jetzt schon vierzehn Tage ausruhen.
Das Entscheidende ist: Ich werde laufen! Die ganze Strecke. Ich laufe! Ich muss es gerade selber noch einmal lesen, damit ich es glaube. Allerdings nicht alleine, sondern gemeinsam mit meinem elf Kilo schweren, knallroten Rucksack. Falls ich unterwegs tot umfalle, und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, erkennt man mich mit dem wenigstens aus der Luft.
Zu Hause benutze ich nicht mal die Treppe, um in den ersten Stock zu kommen, und ab morgen müsste ich dann jeden Tag zwischen 20 und 30 Kilometern gehen, um in knapp 35 Tagen ans Ziel zu gelangen.Die bekennende Couch potato geht auf Wanderschaft! Gut, dass keiner meiner Freunde so genau weiß, was ich hier eigentlich vorhabe, dann ist es nicht ganz so peinlich, wenn ich wahrscheinlich schon morgen Nachmittag das ganze Unternehmen aus rein biologischen Gründen wieder abblasen muss.
Heute Morgen habe ich mal einen ersten vorsichtigen Blick auf den Anfangspunkt des offiziellen Jakobswegs geworfen. Er liegt oberhalb des Stadttores jenseits der Türmchen und Mauern von Saint Jean, dem Schlüssel zu den spanischen Pyrenäen, und läutet die erste Etappe auf dem Camino Francés mit einem recht steilen Aufstieg über einen Kopfsteinpflasterweg ein.
Dort begibt sich gerade ein etwa siebzig Jahre alter Herr mit einer starken Gehbehinderung sehr entschlossen auf den Pilgermarathon. Ich starre ihm bestimmt fünf Minuten ungläubig hinterher, bis er langsam im Morgennebel verschwunden ist. Ich bin mir sicher, der schafft das!
Die Pyrenäen sind ziemlich hoch und erinnern mich an das Allgäu.
In meinem hauchdünnen Reiseführer, den ich schließlich auch über die schneebedeckten Wipfel der Pyrenäen schleppen muss, steht, dass Menschen sich seit vielen Jahrhunderten auf die Reise zum heiligen Jakob machen, wenn sie, wörtlich und im übertragenen Sinn, keinen ander

Inhalt

Inhalt

9. Juni 2001 – Saint-Jean-Pied-de-Port

10. Juni 2001 – Roncesvalles

11. Juni 2001 – Zubiri

12. Juni 2001 – Pamplona

13. Juni 2001 – Pamplona

14. Juni 2001 – Viana und Logroño

15. Juni 2001 – Navarrete und Nájera

17. Juni 2001 – Santo Domingo de la Calzada

18. Juni 2001 – Santo Domingo de la Calzada

21. Juni 2001 – Castildelgado

22. Juni 2001 – Belorado, Tosantos und Villafranca

24. Juni 2001 – Burgos, Tardajos

25. Juni 2001 – Hornillos del Camino und Hontanas

26. Juni 2001 – Castrojeriz und Frómista

27. Juni 2001 – Carrión de los Condes

28. Juni 2001 – Calzadilla de la Cueza

29. Juni 2001 – Sahagún

30. Juni 2001 – León

1. Juli 2001 – León

2. Juli 2001 – Irgendwo im Nirgendwo hinter León

3. Juli 2001 – Astorga

4. Juli 2001 – Astorga

5. Juli 2001 – Rabanal

6. Juli 2001 – Rabanal

7. Juli 2001 – Foncebadón und El Acebo

8. Juli 2001 – El Acebo

9. Juli 2001 – Molinaseca, Ponferrada

10. Juli 2001 – Villafranca del Bierzo

11. Juli 2001 – Trabadelo und Vega de Valcarce

12. Juli 2001 – La Faba und O Cebreiro

13. Juli 2001 – Triacastela

14. Juli 2001 – Triacastela

15. Juli 2001 – Sarria und Rente

16. Juli 2001 – Portomarín

17. Juli 2001 – Palas de Rei

18. Juli 2001 – Castañeda

19. Juli 2001 – Rúa

20. Juli 2001 – Santiago de Compostela

Nachwort 346

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Produktinformationen

Titel
Ich bin dann mal weg
Untertitel
Meine Reise auf dem Jakobsweg
Autor
EAN
9783492251754
ISBN
978-3-492-25175-4
Format
Kartonierter Einband
Hersteller
Piper
Herausgeber
Piper Taschenbuch
Genre
Reiseberichte
Veröffentlichung
09.12.2021
Anzahl Seiten
368
Gewicht
258g
Größe
H187mm x B120mm x T23mm
Jahr
2018
Untertitel
Deutsch
Auflage
36. Auflage
Land
DE
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