Verschuldungsverbot und Grundrechtsinterpretation.

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Beschreibung

Die Kreditfinanzierung von Staatsaufgaben führt wegen der Zins- und Tilgungsausgaben zur Verengung des Spielraumes künftiger Haushaltsgesetzgeber und zur Belastung folgender Generationen von Steuerzahlern. Diese spüren wohl die Lasten, nehmen jedoch wegen der seltenen Synchronisation von Nutzen einer Investition und Kosten des Kredits bzw. wegen der Drittnützigkeit von Transferleistungen die Vorteile kaum mehr wahr. Der Verfasser untersucht zunächst außer diesen haushaltswirtschaftlichen Nachteilen mögliche volkswirtschaftliche Nebenwirkungen der Staatsverschuldung und konstatiert eine weitgehende Zielverfehlung der auf Schulden gegründeten Fiskalpolitik sowie die Unzulänglichkeit der Defizitbegrenzungsnormen des Grundgesetzes. Der erste Teil endet mit der Aktivierung von Verfassungsprinzipien wie des Demokratieprinzips, das zwar hinter seinen jeweiligen verfassungsrechtlichen Konkretisierungen zurücksteht, aber gleichsam von der "Reservebank" aus eine ständige Aufforderung an den Verfassungsgesetzgeber darstellt, im Interesse der nachkommenden Generationen als des zukünftigen "Volkes" nach einer besseren Verschuldungsbegrenzung zu suchen. Der zweite Teil behandelt den Einsatz der Verfassungsökonomik als eines neuentdeckten Zweiges der Ökonomiewissenschaften bei der Abschätzung der Wirksamkeit verschiedener Formen eines Verschuldungsverbotes. Im dritten Teil schließlich testet der Verfasser bei der Interpretation der "teuren", nämlich - einhellig oder partiell - als Leistungsgrundrechte verstandenen Artikel des Grundrechtskatalogs die Auswirkungen einer Budgetrestriktion. Als Vehikel dieser Tests bietet sich an der seit knapp dreißig Jahren benutzte, aber noch näher zu definierende "Vorbehalt des Möglichen" als Ausdruck der Finanzabhängigkeit allen Rechts.

Autorentext
Horst Kratzmann ist 1940 geboren, gelernter Speditionskaufmann, Verkehrsfachwirt und diplomierter Betriebswirt.
Als Hobbyhistoriker beschäftigt er sich mit den ungelösten Rätseln der Vergangenheit.

Inhalt
Inhaltsübersicht: Einleitung - Entwicklung der Arbeitsziele - 1. Teil: Ursachen, Anlässe, rechtliche Grundlagen und Folgen der staatlichen Kreditaufnahme: Unterschiedliche Folgen von Steuererhebung bzw. Kreditaufnahme für die staatliche Finanzwirtschaft - Unterschiedliche Wirkungen von Steuererhebung bzw. Kreditaufnahme auf Wohlfahrtsfaktoren der Wirtschaft - Staatsverschuldung als Staatsaufgabe - Verfassungsgrenzen der Staatsverschuldung - 2. Teil: Modelle zur Verhinderung der Staatsverschuldung: "Gemeinwohl geht mit Eigennutz" - Möglichkeiten der Verschuldungseingrenzung - 3. Teil: Das Gewicht der Haushaltsgewalt bei der Interpretation der Grundrechte: Problemdefinition - Grundrechte: Rechte auf Leistungen? / Meinungsstand - Kreditsperre und Grundrechtsinterpretation - Aus den Grundrechten abgeleitete leistungsstaatliche Entwicklungen - Verfassungsökonomik, Verfassungsrecht und "Vorbehalt des Möglichen" - Literaturverzeichnis - Sachregister

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Produktinformationen

Titel
Verschuldungsverbot und Grundrechtsinterpretation.
Untertitel
Budgetrestriktion als finanzverfassungsrechtliche Konkretisierung primär des Demokratieprinzips und als Regulativ des "Möglichen" im einschlägigen grundrechtlichen Vorbehalt.
Autor
EAN
9783428103195
Format
Kartonierter Einband
Herausgeber
Duncker & Humblot
Genre
Zivilprozessrecht
Anzahl Seiten
341
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