Sündige Rache

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Beschreibung

Die brutale Ermordung eines Polizisten in einem Nachtclub führt Eve Dallas in die gefährlichen Abgründe New Yorks. Was hat der Mann bei seinem Undercover-Einsatz herausgefunden, dass er sterben musste? Als ein weiterer Kollege tot aufgefunden wird, entdeckt Eve eine Spur, die zu dem König der Unterwelt, Max Ricker, führt. Ricker schreckt vor nichts zurück, doch ist er größenwahnsinnig genug, es mit der gesamten Polizei New Yorks aufzunehmen? Eve vermutet einen ganz anderen Drahtzieher hinter den Morden, der jetzt anscheinend sie selbst ins Visier genommen hat. Oder gilt seine eiskalte Blutspur einem anderen - ihrem Ehemann Roarke, dem der Nachtclub gehört?

Nora Roberts schreibt als J. D. Robb! Die brutale Ermordung eines Polizisten in einem Nachtclub führt Eve Dallas in die gefährlichen Abgründe New Yorks. Was hat der Mann bei seinem Undercover-Einsatz herausgefunden, dass er sterben musste? Als ein weiterer Kollege tot aufgefunden wird, entdeckt Eve eine Spur, die zu dem König der Unterwelt, Max Ricker, führt. Ricker schreckt vor nichts zurück, doch ist er größenwahnsinnig genug, es mit der gesamten Polizei New Yorks aufzunehmen? Eve vermutet einen ganz anderen Drahtzieher hinter den Morden, der jetzt anscheinend sie selbst ins Visier genommen hat. Oder gilt seine eiskalte Blutspur einem anderen - ihrem Ehemann Roarke, dem der Nachtclub gehört?

"Schnell, präzise, ungeheuer spannend und dabei überraschend humorvoll Robb's Meisterstück!"

Autorentext
J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.



Klappentext

Nora Roberts schreibt als J. D. Robb!

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Zusammenfassung
Nora Roberts schreibt als J. D. Robb!

Die brutale Ermordung eines Polizisten in einem Nachtclub führt Eve Dallas in die gefährlichen Abgründe New Yorks. Was hat der Mann bei seinem Undercover-Einsatz herausgefunden, dass er sterben musste? Als ein weiterer Kollege tot aufgefunden wird, entdeckt Eve eine Spur, die zu dem König der Unterwelt, Max Ricker, führt. Ricker schreckt vor nichts zurück, doch ist er größenwahnsinnig genug, es mit der gesamten Polizei New Yorks aufzunehmen? Eve vermutet einen ganz anderen Drahtzieher hinter den Morden, der jetzt anscheinend sie selbst ins Visier genommen hat. Oder gilt seine eiskalte Blutspur einem anderen ihrem Ehemann Roarke, dem der Nachtclub gehört?



Leseprobe
1
Sie stand im Purgatorium und betrachtete den Tod. Das vergossene Blut, die hervorquellenden Gede, die ein Zeichen waren fr die grausam wilde Schadenfreude, mit der er ber einen Menschen hereingebrochen war. Mit dem Jorn eines Kindes, voller Hitze, blinder Leidenschaft und gleichgltiger Brutalit
Mord war kaum jemals ein sauberes Gesch. Egal, ob der Tr planvoll vorgegangen war oder wild und impulsiv. Er hinterliejedes Mal Unordnung und Dreck, den zu beseitigen die Aufgabe von anderen war.
Ihre Aufgabe war es, den Trmmerhaufen zu besteigen, die Einzelteile aufzuheben, sorgfig zu prfen, wie sie zueinander passten, und ein Bild des Lebens zusammenzusetzen, das gestohlen worden war. Weil sich nur auf diesem Weg ein Bild des Mrders finden lie
Jetzt, in den frhen Morgenstunden eines Frhlingstags im Jahr 2059, knirschte unter ihren Stiefeln ein Meer aus gesplittertem Glas. Ihre khlen, braunen Augen nahmen die geborstenen Spiegel, die zerbrochenen Flaschen, das gesplitterte Holz, die eingeschlagenen Wandbildschirme und die verkratzten, verbogenen Trennwe zwischen den Tischen wahr. Das kostbare Leder und die teuren Stoffe, mit denen die Barhocker und die bequemen Sthle bezogen gewesen waren, hingen in bunten Fetzen auf den Boden herab.
Was einmal ein luxurises Striplokal gewesen war, war nur noch ein wirres Durcheinander teuren Mlls.
Was einmal ein Mensch gewesen war, lag als Opfer hinter der breiten, geschwungenen Bar in seinem eigenen Blut.
Lieutenant Eve Dallas ging neben ihm in die Hocke. Sie war Polizistin, und deswegen gehrte er jetzt ihr.
Mlich. Schwarz. Ende dreig. Massive Traumata an Kopf und Krper. Mehrfache Knochenbrche. Sie nahm ein Thermometer aus dem Untersuchungsbeutel und madie Krpertemperatur des Toten sowie die Temperatur im Raum. Sieht aus, als he ihn schon der Schlbruch das Leben gekostet, aber das hat dem Tr offensichtlich nicht gengt.
Er hat regelrechtes Kleinholz aus dem armen Kerl gemacht.
Eve quittierte diesen Einwurf ihrer Assistentin mit einem leisen Knurren. Sie schaute auf die erreste eines gut gebauten Mannes in den besten Jahren, der einen guten Meter fnfundachtzig gro um die hundert Kilo schwer und anscheinend ziemlich durchtrainiert gewesen war.
Was sehen Sie, Peabody?
Automatisch wechselte der Officer das Standbein, blickte nachdenklich auf das Tohuwabohu und erkle: Das Opfer nun, es hat den Anschein, als w das Opfer von hinten angegriffen worden. Wenn er nicht bereits beim ersten Schlag umgefallen ist, war er zumindest bett. Dann hat der Killer weiter auf ihn eingedroschen, unkontrolliert. Dem verspritzten Blut und der Hirnmasse zufolge wurde er zunst mit Schln auf den Kopf traktiert. Dann, wend er vermutlich ohnmtig am Boden lag, weiter maltrert. Ein paar von den Verletzungen wurden ihm auf jeden Fall nach Eintreten des Todes zugefgt. Wahrscheinlich ist der Metallschlr, der auf dem Boden liegt, die Mordwaffe gewesen. Der Tr muss sehr stark gewesen sein und stand mglicherweise unter Drogen. Leute, die zum Beispiel Zeus genommen haben, neigen zu Gewaltexzessen, wie hier anscheinend einer stattgefunden hat.
Ungefer Todeszeitpunkt war vier Uhr, erkle Eve, wandte den Kopf und musterte ihre Assistentin.
Wie blich war Peabodys Uniform frisch gestt und ordentlich gebgelt, und ihre Kopfbedeckung sagenau im rechten Winkel auf ihrem dunklen Haar. Sie hat gute Augen, dachte Eve, und obwohl sie angesichts der Szene, die sich ihnen nach Betreten des Lokals geboten hatte, etwas bleich geworden war, hielt sie tapfer durch.
Motiv?
Sieht wie ein Raubmord aus.
Warum?
Die Kasse wurde aufgebrochen, und es ist nichts mehr drin.
Mmm-hmm. Wahrscheinlich wird an einem schicken Ort wie diesem berwiegend mit Kreditkarte bezahlt, aber ein bisschen Bargeld war bestimmt im Haus.
Zeus-Schtige begehen schon fr ein paar Mnzen einen Mord.
Das ist natrlich richtig. Aber was hat unser Opfer in einem Privatclub allein mit einem Schtigen gemacht? Weshalb he er jemanden, der auf Zeus ist, hinter die Theke lassen sollen? Und Sie hob mit ihren versiegelten Fingern eine kleine Silbermnze auf, die in der Blutlache neben dem Toten schwamm, weshalb he ein Schtiger das hier liegen lassen sollen? Rund um das Opfer sind eine ganze Reihe Mnzen auf dem Fuoden verstreut.
Vielleicht hat er sie fallen gelassen. Gleichzeitig jedoch kam Peabody auf den Gedanken, dass sie irgendetwas bersah.
Vielleicht.
Nacheinander hob Eve dreig Mnzen von der Erde auf, gab sie in eine Tte und drckte diese ihrer Assistentin in die Hand. Dann griff sie nach dem Schlr. Blut und Hirnmasse besudelten das zirka sechzig Zentimeter lange, solide gearbeitete Stck.
Dies war kein Spielzeug, dachte sie. Dies war als Waffe gedacht.
Das Ding ist aus gutem, solide verarbeitetem Metall. So etwas liegt garantiert nicht irgendwo herum, wo ein Schtiger es findet. Wahrscheinlich hat es stig hier gelegen, und zwar hinter der Bar. Das hat der Tr offenbar gewusst. Wahrscheinlich hat unser Opfer seinen Mrder gekannt. Eventuell haben sie noch etwas zusammen getrunken, nachdem der Laden bereits offiziell geschlossen war.
Sie kniff die Augen zusammen und stellte sich die Szene vor. Vielleicht haben sie Streit miteinander bekommen, und dieser Streit ist eskaliert. Vielleicht aber war unser Killer auch schon wtend, als er hier erschien. Er wusste, wo der Schlr lag. Kam hinter die Bar. Das hatte er auch vorher schon ab und zu gemacht, weshalb sich unser Freund hier nichts Schlimmes dabei denkt. Er ist vllig sorglos, er kehrt seinem Mrder den Rcken zu
Sie nahm selbst die Position ein, die das Opfer seiner Lage und den Blutspritzern zufolge innegehabt zu haben schien. Beim ersten Schlag kracht er mit dem Gesicht gegen den Spiegel an der Wand. Sehen Sie sich die Schnittwunden in seiner Stirn und seinen Wangen an. Sie stammen eindeutig nicht von umherfliegenden Splittern. Dafr sind sie viel zu lang und viel zu tief. Er schafft es, sich noch mal umzudrehen, und deshalb trifft der Killer ihn beim zweiten Mal von vorn. Die Wucht des Schlags schleudert ihn wieder herum, er klammert sich an die Regale, rei sie mit sich herunter, und die Flaschen krachen auf den Boden. In diesem Moment trifft ihn der dritte Schlag, der seinen Schl platzen lt wie die Schale von einem Ei.
Sie ging abermals in die Hocke, setzte sich auf die Fersen und fuhr mit ihren erlegungen fort. Danach drischt der Killer wie ein Wahnsinniger weiter auf ihn ein und verwstet anschliend das Lokal. Entweder aus Wut oder weil er Spuren verwischen will. Aber er war selbstbeherrscht genug, um dann noch mal hierher zurckzukommen, sein Werk zu betrachten und den Schlr dort fallen zu lassen, wo alles begonnen hat.
Er wollte, dass es aussah wie ein Raub? Er wollte, dass wir denken, dass irgendein Junkie im Vollrausch auf das Opfer eingedroschen hat?
Nur kann es, falls unser Opfer kein totaler Idiot gewesen ist, unmglich so gewesen sein. Haben Sie die Leiche und den Tatort schon gefilmt?
Ja, Madam.
Dann drehen wir den Toten jetzt mal um.
Als Eve den Leichnam wendete, klirrten die gebrochenen Knochen wie zerbrochenes Geschirr. O verdammt. Gott verdammt.
Sie zog einen verschmierten Dienstausweis aus der Pftze halb trockenen Bluts, wischte ihn mit ihrem Daumen ab und erkle tonlos: Er war einer von uns.
Er war Polizist? Peabody trat einen Schritt nach vorn, und pltzlich senkte sich vollkommene Stille ber den zuvor mit leisem Murmeln angefllten Raum. Die Leute von der Spurensicherung, die den Bereich hinter der Theke untersuchten, hielten in der Arbeit inne.
Ein halbes Dutzend Gesichter wandte sich den beiden Frauen zu.
Detective Taj Kohli. Grimmig stand Eve auf und wiederholte: Er war einer von uns.

Peabody ging durch den verwsteten Raum zu Eve, die zusah, wie der Leichnam von Detective Kohli fr den Transport ins Leichenschauhaus in einen schwarzen Beutel umgebettet wurde. Ich habe ein paar erste Informationen eingeholt, Dallas. Er war auf dem hundertachtundzwanzigsten Revier und dort bei der Drogenfahndung eingesetzt. War seit acht Jahren dabei. Kam vom Milit Siebenunddreig Jahre. Verheiratet. Zwei Kinder.
Irgendwelche Auffigkeiten in Zusammenhang mit seiner Arbeit?
Nein, Madam. Seine Akte ist vllig sauber.
Lassen Sie uns rausfinden, ob er undercover hier war oder ob dies nur ein normaler Nebenjob fr ihn gewesen ist. Elliott? Ich will die Disketten aus slichen erwachungskameras.
Es gibt keine, erkle der Mann von der Spurensicherung ihr aufgebracht. Sie sind alle weg. Es gibt jede Menge Kameras in diesem Haus, aber dieser Hurensohn hat keine bersehen. Wir haben also nicht das Geringste in der Hand.
Hat seine Spuren gut verwischt. Eve stemmte die He in die Hften und drehte sich einmal um sich selbst. Das Lokal erstreckte sich ber drei Etagen. Ganz unten gab es eine Bhne, und die grre der beiden Tanzflen in den beiden oberen Geschossen wurde von einer Reihe von Separees gest. Fr eine vollstige erwachung wrden also mindestens ein Dutzend Kameras gebraucht.
Er hat das Lokal gekannt, schloss sie aus der Information, dass keine dieser Kameras von dem Tr bersehen worden war. Oder er ist ein Sicherheitsexperte. Tarnung, murmelte sie nachdenklich. All die Zerstrung dient lediglich der Tarnung. Er wusste, was er tat. Er war total beherrscht. Peabody, finden Sie heraus, wem das Lokal gehrt und wer es leitet. Ich will die Namen aller Leute, die hier beschigt sind. Ich will wissen, was das Purgatorium fr ein Laden ist.
Lieutenant? Einer der Mer von der Spurensicherung bahnte sich mit gequer Miene einen Weg durch die Verwstung und trat auf die beiden Frauen zu. Draun steht ein Mann.
Draun stehen jede Menge Leute. Sorgen Sie dafr, dass sie auch weiter draun bleiben.
Zu Befehl, Madam, aber dieser Mann besteht darauf, mit Ihnen zu sprechen. Er sagt, dass ihm das Lokal gehrt und,
Und, was?
Und, dass Sie seine Frau sind.
Roarke Entertainment, las in dieser Sekunde Peabody vom Bildschirm ihres Handcomputers ab und fragte mit einem vorsichtigen Leln: Raten Sie mal, wem das Purgatorium gehrt?
Ich he es mir denken sollen. Resigniert marschierte Eve in Richtung Tr.

Er sah noch genauso aus wie vor zwei Stunden, als sie zu Hause aufgebrochen war. Geschmeidig, prachtvoll, elegant. Der leichte Mantel, den er ber seinem dunklen Anzug trug, flatterte in der frhmorgendlichen Brise. Derselben Brise, die auch seine dichten, schwarzen Haare um das verrucht poetische Gesicht mit den markanten Wangenknochen wehen lie Durch die dunkle Sonnenbrille, die er trug, wurde die maskuline Eleganz, die er verstrmte, tatslich noch verstt.
Dann aber nahm er die Brille ab und betrachtete seine Frau, als sie zu ihm auf die Stra trat, mit hochgezogenen Brauen aus leuchtend blauen Augen.
Guten Morgen, Lieutenant.
Ich hatte schon ein ungutes Gefhl, als ich vorhin hier eintraf. Ich he mir denken sollen, dass als Eigentmer eines solchen Ladens nur du in Frage kommst. Warum zum Teufel musst du so viel besitzen?
Mit dem Lokal habe ich mir einen Traum aus meiner Jugendzeit erfllt. Wie immer, wenn er in den irischen Akzent, mit dem er aufgewachsen war, zurckfiel, klang seine Stimme wie Musik. Er spe an ihr vorbei auf das Polizeisiegel, das am Eingang seines Etablissements befestigt worden war. Sieht aus, als he man uns beiden Ungelegenheiten gemacht.
Musstest du dem Typen von der Spurensicherung unbedingt erkln, dass ich deine Frau bin?
Du bist doch meine Frau, erkle er ihr vergngt, was mich jeden Tag aufs Neue freut. Er griff nach ihrer Hand und strich mit seinem Daumen ber ihren Ehering, bevor es ihr gelang, sich ihm wieder zu entziehen.
Rhr mich nicht an, zischte sie, und er sah sie lelnd an.
Vor ein paar Stunden hast du noch etwas vllig anderes gesagt. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass
Halt die Klappe, Roarke. Obwohl keiner der Kollegen in der N war, sah sie sich stlich um. Wir ermitteln hier in einem Mordfall.
Das wurde mir bereits verraten.
Und von wem?
Vom Leiter der Putzkolonne, der die Leiche gefunden hat. Er hat erst die Polizei verstigt, kle er seine Gattin auf. Aber es ist ja wohl normal, dass er mich ebenfalls angerufen hat. Was ist passiert?
Es w sinnlos, sich darber aufzuregen, dass sich ihrer beider Arbeitsfelder wieder einmal berschnitten. Also trstete sie sich damit, dass er ihr zumindest bei all dem Papierkram wrde helfen knnen, der mit einem solchen Fall verbunden war.
War ein Theker namens Kohli in dem Laden beschigt? Taj Kohli?
Ich habe keine Ahnung. Aber ich finde es gern fr dich heraus. Er zog einen schlanken Handcomputer aus der Brusttasche seines Jacketts und gab die Anfrage dort ein. Ist er tot?
So tot, wie man nur sein kann.
Ja, er war bei mir angestellt, bestgte Roarke, und seine Stimme bekam einen nchternen, kalten Klang. Seit drei Monaten. Als Teilzeitkraft. Vier Abende pro Woche. Er hatte Familie.
Ja, ich wei Regelmg rief es ein Gefhl der Rhrung in ihr wach, dass er solche Dinge derart wichtig nahm. Er war Polizist, erkle sie, und er zog berrascht die Brauen hoch. Hast du das nicht gewusst?
Nein. Scheint, als w die Geschsfhrerin ein wenig nachlig gewesen. So etwas kommt nicht noch einmal vor. Darf ich das Haus betreten?
Ja, gleich. Wie lange gehrt dir dieser Laden schon?
Ungef vier Jahre.
Und wie viele Leute sind dort als Voll- oder Teilzeitkre angestellt?
Ich werde alle deine Fragen beantworten, Lieutenant. Verert legte er die Hand auf den Griff der Tr. Aber erst mal wrde ich mich gerne drinnen umsehen.
Er ging hinein, sah sich in dem Durcheinander um und blickte auf den dicken, schwarzen Sack, den man auf eine schmale Bahre lud.
Wie wurde er umgebracht?
Grndlich, antwortete Eve und seufzte, als Roarke sie auffordernd ansah, leise auf. Es war ziemlich hlich, okay? Jemand hat mit einem Metallknppel Brei aus ihm gemacht. Sie merkte, dass Roarke zu den Blutspritzern auf dem Glas hinter dem Tresen sah. Sie wirkten wie ein abstraktes Geme. Nach den ersten Schln hat er bestimmt nichts mehr gesprt.
Hat man dich jemals mit einem Metallschlr verdroschen? Mich schon, erkle er, ohne abzuwarten, ob sie ihm eine Antwort gab. Das ist alles andere als angenehm. Tja, ein Raubberfall war das sicher nicht.
Warum?
Hier in diesem Laden gab es jede Menge teurer Alkoholika. Weshalb also he jemand, der Beute machen wollte, die Flaschen zerbrechen sollen, statt sie einzusacken und sie zu verkaufen? Wenn man ein Lokal wie das hier berft, dann bestimmt nicht wegen der paar Krten, die es mglicherweise abzustauben gibt. Ein Rer he es bestimmt nicht auf das bisschen Kohle, sondern auf das Inventar und vielleicht auf ein paar technische Ger abgesehen.
Spricht da etwa die Stimme der Erfahrung?, fragte Eve und entlockte ihm ein, wenn auch schmales, Grinsen.
Natrlich. Und zwar meine Erfahrung als Eigentmer und gesetzestreuer Brger.
Genau.
Was ist mit den Disketten aus den erwachungskameras?
Weg. Er hat sie alle mitgenommen.
Woraus folgt, dass er sich vorher schon mal grndlich umgesehen hat.
Wie viele Kameras sind insgesamt in dem Laden installiert?
Erneut zog Roarke seinen kleinen Computer aus der Tasche und gab die Frage ein. Achtzehn. Neun hier in der untersten Etage, sechs in der ersten und die anderen drei oben unterm Dach. Bevor du fragst: Geschlossen wird um drei, was hei, dass die Angestellten fr gewhnlich spstens halb vier gegangen sind. Die letzte Show endet um zwei. Die Musiker und Entertainer
Stripper
Meinetwegen, erwiderte er milde. Sie hren um dieselbe Zeit mit ihrer Arbeit auf. Sliche Namen und Arbeitszeiten liegen innerhalb der nsten Stunde auf dem Schreibtisch in deinem Bro.
Danke. Warum Purgatorium?
Der Name? Der Hauch eines Lelns huschte ber sein Gesicht. Er hat mir gefallen. Das Purgatorium ist ein Ort der Shne, vielleicht der Rehabilitation. Ein bisschen wie ein Gefnis. Ich habe ihn immer als die letzte Mglichkeit zum Mensch-Sein angesehen, antwortete er. Bevor man entweder Flgel und einen Heiligenschein verpasst bekommt oder im ewigen Feuer der Verdammnis schmort.
Was w dir lieber? Sie sah ihn leicht lelnd an. Die Flgel oder das Feuer?
Wei du, genau das ist die gro Frage. Ich bin am liebsten Mensch. Als die Bahre an ihnen vorbeigetragen wurde, strich er mit einer Hand ber ihr kurzes braunes Haar. Das hier tut mir Leid.
Mir auch. Gibt es einen Grund, aus dem ein Detective der New Yorker Polizei undercover im Purgatorium he ermitteln knnen?
Keine Ahnung. Es w natrlich mglich, dass ein paar von unseren Gen irgendwelche Dinge tun, die der Polizei nicht unbedingt gefallen, aber mir ist nichts davon bekannt. Vielleicht wechseln in den Separees manchmal ein paar Drogen den Besitzer, aber grre Gesche finden hier nicht statt. Davon he ich gehrt. Und nur diejenigen von unseren Stripperinnen, die eine Lizenz dafr besitzen, lassen sich nr mit den Gen ein. Minderjige kommen weder als Ge noch als Angestellte hier herein. Selbst wenn du das eventuell nicht glaubst, habe ich gewisse Standards, und von denen weiche ich nicht ab.
Niemand macht dir irgendwelche Vorhaltungen, Roarke. Ich brauche lediglich eine Vorstellung davon, was hier in diesem Laden lt.
Es nervt dich, dass ich in die Sache involviert bin.
Sie wartete einen Moment. Und als die Tr geffnet wurde, um die Bahre mit dem toten Kohli aus dem Haus tragen zu knnen, drangen die Gerche des anbrechenden Tages zu ihnen ins Lokal.
Der Verkehr nahm bereits merklich zu. Autos verstopften die Stran, Flugzeuge den Himmel, und sie hrte, wie ein neugieriger Schwebegrillbetreiber von den Bahrentrrn wissen wollte: Wer zum Teufel ist das?
Okay, es nervt mich, dass du in die Sache involviert bist. Aber ich werde mich damit arrangieren. Wann warst du zuletzt hier?
Vor zig Monaten. Der Laden lief gut, weshalb ich mich nicht persnlich darum kmmern musste.
Wer ist der Geschsfhrer?
Rue MacLean. Ich drucke dir gerne ihre Daten aus.
Und zwar so schnell wie mglich. Willst du dir den Laden jetzt genauer ansehen?
Das macht keinen gron Sinn, denn schlieich weiich kaum noch, wie er ausgesehen hat. Aber wenn ich meine Erinnerung aufgefrischt habe, lasst ihr mich hoffentlich noch mal herein.
Ich werde eine diesbezgliche Anweisung erteilen. Ja, Peabody?, fragte sie, als ihre Assistentin zgernd nr kam.
Entschuldigung, Madam, aber ich dachte, Sie wollten sicher wissen, dass ich die Vorgesetzte des Opfers erreicht habe. Sie schicken ein Mitglied seiner Einheit und einen psychologischen Beistand zu seinen nsten Verwandten.

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Produktinformationen

Titel
Sündige Rache
Untertitel
Roman, Eve Dallas 11
Autor
Übersetzer
EAN
9783442363322
ISBN
978-3-442-36332-2
Format
Taschenbuch
Herausgeber
Blanvalet
Genre
Krimis, Thriller & Horror
Anzahl Seiten
576
Gewicht
462g
Größe
H184mm x B116mm x T41mm
Jahr
2006
Untertitel
Deutsch
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