Politisch-soziologische Problematik der außerparlamentarischen Opposition mit...

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Kartonierter Einband

Beschreibung

Krise der Demokratie - Krise des demokratischen Bewul3tseins Eine Krise der parlamentarischen Demokratie ist - wie Erfahrung und po litische Theorie schliissig zeigen - stets eine des demokratischen Bewul3t seins. Es handelt sich hierbei keineswegs urn eine abstrakte ideelle Kate gor ie, di e als besondere Ausdrucksform eines allgemeinen Zeitgeistes un abhangig von den blol3 verfassungsmal3ig-juristisch so bezeichneten Staats burgern existiert und ihren eigenen, meist unergrundlichen Zyklus durch Ui. uft. Irrationale Auffassungen vom Wesen des Politis chen finden in dieser Dichotomie fortwahrend ihre eigene Begrundung. Kraft ihres durchgehenden metaphysischen Ausgangspunktes verweisen sie naWrlich nur vordergrundig auf eine vernunftige Losung, den Dezisionismus. Innere Folgerichtigkeit kann ihnen nicht einmal abgesprochen werden. Doch ihre empirisch ermit telte oder zu ermittelnde soziale Verankerung deutet auf eine mehr oder weniger eindeutige Interessengebundenheit hin. Sie werden gewohnlich ge fOrdert und getragen von denjenigen, die urn ihre, auf Kosten anderer er rungene. soziookonomische Vorherrschaft ftirchten. Wer diese Komplexitat nicht durchschaut, verfallt gegenuber den politischen Irrationalismen allzu oft ihren scheinbaren Ubereinstimmungen mit dem, was von ihnen. vage bis diffus. als an sich unergrundbares menschliches Dasein pramissenhaft apostrophiert wird. Es stellt sich in ihrer Sicht dar al::; ein Konglomerat von Zufalligkeiten und Imponderabilien, dem letztlich keinerlei sozialer Nexus innewohnt. Demokratisches Bewul3tsein findet in einer solchen Welt freilich weder einen festen Ort noch kann es Bestand haben. Es fluktuiert. ist einmal modisch-modern, ein andermal uberlebt und der vorgeblich wah ren Bestimmung der geschichtlichen Situation hochst hinderlich.

Inhalt
A: Verfassungspolitische Problematik der außerparlamentarischen Opposition und die Erfahrungen während der Weimarer Republik.- I. Die repräsentative Komponente in der Bundesrepublik.- II. Die Rationalisierung der demokratischen Führung.- III. Integration und Parteispaltung.- IV. Verfassungspolitische Vorstellungen der außerparlamentarischen Opposition.- V. Wechselwirkungen zwischen Links- und Rechtsradikalismus in der Weimarer Republik.- Anmerkungen.- B: Die außerparlamentarische Opposition im Spannungsfeld von Universitäten und Hochschulen.- I. Politisierungsprozesse in der Studentenschaft.- II. Zur polotischen Struktur der Gesamtstudentenschaft und der Fakultäten.- 1. Die Gesamtstudentenschaft.- 2. Die Fakultäten.- III. Hochschulpolitische Vorstellungen auf der Linken und Rechten.- 1. Zufriedenheit mit dem Studium.- 2. Reformvorstellungen.- 3. Identifikation mit Studium und Hochschule.- 4. Bereitschaft, sich für Reformen einzusetzen.- IV. Einstellung der Studentenschaft zu allgemein politischen Fragen.- 1. Wichtigkeit innenpolitischer Ereignisse.- 2. Einstellungen zu innenpolitischen Fragen.- 3. Einstellungen zu außenpolitischen Fragen.- C: Statistische Auswertung von Teil B in Tabellenform.- D: Anhang zu den Teilen B und C: Wortlaut der Fragen der Interviews.- E: Zur Organisation der linken Gruppen.- I. Zur Methode.- II. Zum Organisationsbegriff.- III. Die Gruppen der linken Opposition in der BRD ihre Ziele, ihr Selbstverständnis.- 1. Mit Parteien oder anderen Großgruppen verbundene linke oppositionelle Gruppen.- a) Die Jugend- und Studentenorganisationen der SPD.- aa) Die Jungsozialisten.- ab) Der Sozialdemokratische Hochschulbund.- b) Die mit der FDP verbundenen Jugend- und Studentenorganisationen.- ba) Die deutschen Jungdemokraten.- bb) Der liberale deutsche Studentenbund.- 2. Linke Parteien und mit ihnen verbundene oppositionelle Gruppen.- a) Die Deutsche Kommunistische Partei.- b) Aktion Demokratischer Fortschritt.- 3. Nicht mit Parteien oder anderen Großgruppen verbundene linke Organisationen.- a) Der Sozialistische Deutsche Studentenbund.- b) Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend.- c) Assoziation marxistisch-leninistischer Studenten Spartakus (AMS).- d) Republikanischer Club.- e)Aktion Unabhängiger Sozialistischer Schüler.- IV. Zusammenfassung über Organisationsformen der linken oppositionellen Gruppen in der BRD.- 1. Selbstverständnis.- 2. Formal organisatorische Stabilität.- V. Literaturverzeichnis.- F: Gesamtbibliographie.

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Produktinformationen

Titel
Politisch-soziologische Problematik der außerparlamentarischen Opposition mit besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkung und gegenseitigen Austauschbarkeit von Rechts- und Linksradikalismus
Autor
EAN
9783531023434
ISBN
978-3-531-02343-4
Format
Kartonierter Einband
Hersteller
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Herausgeber
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre
Politikwissenschaft
Anzahl Seiten
140
Gewicht
230g
Größe
H235mm x B155mm x T8mm
Jahr
1974
Untertitel
Deutsch
Auflage
1974
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