Ruhen in Gott

(0) Erste Bewertung abgeben
20%
CHF 35.90 Sie sparen CHF 9.00
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 2 bis 4 Werktagen.
Fester Einband

Beschreibung

EIN NEUES BILD DER CHRISTLICHEN MYSTIK Griechische Mönche gelangten durch Askese zur Ruhe in Gott, Bernhard von Clairvaux ließ sich vom Gekreuzigten umarmen, und Mechthild von Magdeburg gab sich ihrem Bräutigam Christus hin. Volker Leppin erzählt die Geschichte der christlichen Mystik ganz neu, indem er die Mystik, verstanden als die Suche nach der unmittelbaren Nähe Gottes, im Zentrum des Christentums verortet und nicht an seinen Rändern. Seine souveräne, meisterhaft geschriebene Darstellung bietet damit zugleich einen frischen Blick auf das Christentum insgesamt, das bis heute die Mystik als treibende Kraft braucht. Mystikerinnen und Mystiker fühlten sich Gott so nah, dass Unterschiede zwischen Klerikern und Laien, Männern und Frauen für sie hinfällig wurden. Oft hing es von Zufällen ab, ob sie deshalb als Reformer und Erleuchtete verehrt wurden wie Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen oder in Ketzereiverdacht gerieten wie Marguerite Porete und Meister Eckhart. Volker Leppin zeigt in seiner glänzenden Darstellung, wie die frühchristliche Lehre in Verbindung mit der platonischen Philosophie mystische Weltbilder und Heilswege geformt hat, die zum Kern orthodoxer Spiritualität wurden, im Westen aber hoch umstritten blieben, auch im Protestantismus. Dass die Mystik im 19. und 20. Jahrhundert für antimoderne Ideologien eingespannt wurde, hat sie erneut suspekt gemacht. Doch die Frage nach Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen und eine wachsende Distanz zur Kirche zeigen, dass Mystik für das Christentum gerade in der Moderne überlebenswichtig ist. Die Neuentdeckung der Mystik im Kern des Christentums Volker Leppins meisterhafte Darstellung von Paulus bis zum 20. Jahrhundert «Es gibt einen Zustand des Ruhens in Gott, in dem man keinerlei Pläne macht, keine Entschlüsse fasst und erst recht nicht handelt, sondern alles Künftige dem göttlichen Willen anheimstellt, sich gänzlich dem Schicksal überlässt.» Edith Stein

Autorentext
Volker Leppin lehrt Kirchengeschichte an der Universität Tübingen (ab August 2021 an der Yale University) und ist Mitglied der Sächsischen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Für seine Forschung zum späten Mittelalter wurde er u.a. mit dem Ruprecht-Karls-Preis der Universität Heidelberg, dem Hanns-Lilje-Preis der Göttinger Akademie der Wissenschaften und dem Gerhard-Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

Klappentext

EIN NEUES BILD DER CHRISTLICHEN MYSTIK


Griechische Mönche gelangten durch Askese zur Ruhe in Gott, Bernhard von Clairvaux ließ sich vom Gekreuzigten umarmen, und Mechthild von Magdeburg gab sich ihrem Bräutigam Christus hin. Volker Leppin erzählt die Geschichte der christlichen Mystik ganz neu, indem er die Mystik, verstanden als die Suche nach der unmittelbaren Nähe Gottes, im Zentrum des Christentums verortet - und nicht an seinen Rändern. Seine souveräne, meisterhaft geschriebene Darstellung bietet damit zugleich einen frischen Blick auf das Christentum insgesamt, das bis heute die Mystik als treibende Kraft braucht.

Mystikerinnen und Mystiker fühlten sich Gott so nah, dass Unterschiede zwischen Klerikern und Laien, Männern und Frauen für sie hinfällig wurden. Oft hing es von Zufällen ab, ob sie deshalb als Reformer und Erleuchtete verehrt wurden wie Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen oder in Ketzereiverdacht gerieten wie Marguerite Porete und Meister Eckhart. Volker Leppin zeigt in seiner glänzenden Darstellung, wie die frühchristliche Lehre in Verbindung mit der platonischen Philosophie mystische Weltbilder und Heilswege geformt hat, die zum Kern orthodoxer Spiritualität wurden, im Westen aber hoch umstritten blieben, auch im Protestantismus. Dass die Mystik im 19. und 20. Jahrhundert für antimoderne Ideologien eingespannt wurde, hat sie erneut suspekt gemacht. Doch die Frage nach Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen und eine wachsende Distanz zur Kirche zeigen, dass Mystik für das Christentum gerade in der Moderne überlebenswichtig ist.

  • Die Neuentdeckung der Mystik im Kern des Christentums
  • Volker Leppins meisterhafte Darstellung von Paulus bis zum 20. Jahrhundert
  • «Es gibt einen Zustand des Ruhens in Gott, in dem man keinerlei Pläne macht, keine Entschlüsse fasst und erst recht nicht handelt, sondern alles Künftige dem göttlichen Willen anheimstellt, sich gänzlich .» Edith Stein



Inhalt
Einleitung: Was ist christliche Mystik?

1. «Christus in mir»: Das vorweggenommene Ende
2. Gegenwelten
3. Den Geist einfangen
4. Neue Eliten
5. Das lateinische Mittelalter gewinnt Gestalt
6. Christus macht der Seele den Hof
7. Geliebt an Seele und Leib
8. Mystik und Wissenschaft: Zwei Welten in einer
9. Gottesgeburt in der Seele
10. Askese im Alltag
11. Eine neue Kirche bauen
12. Ortlos am Rande der Konfessionen
13. Gottes Nähe in allen Sinnen
14. Die Stillen im Lande
15. Zwischen den Zeiten
16. Über alle Grenzen hinaus

Epilog: Was bleibt

Anhang
Dank
Abkürzungen
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister

Mehr anzeigen

Produktinformationen

Titel
Ruhen in Gott
Untertitel
Eine Geschichte der christlichen Mystik
Autor
EAN
9783406773754
ISBN
978-3-406-77375-4
Format
Fester Einband
Hersteller
C.H.Beck
Herausgeber
Beck, C H
Genre
Judentum
Anzahl Seiten
476
Gewicht
781g
Größe
H217mm x B139mm x T38mm
Jahr
2021
Untertitel
Deutsch
Land
DE
Mehr anzeigen
Andere Kunden kauften auch