Gehacktes Blei liegt in der Luft - Sechs Romane in einem Band

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Beschreibung

Wer bleibt am Ende übrig? Das härteste Gebiet des Wilden Westens war immer schon die Gegend des Rio Grande. In keinem Landstrich gibt es mehr Härte, mehr Schärfe als in dem Gebiet, das man das Buschland nennt. Und so wie das Land, so wild, so unnachgiebig sind die Männer, die sich in diesem Grenzgebiet zusammenfinden. Es sind Männer aus allen Schichten, gute und schlechte, und nur eines gilt ihnen allen gemeinsam, sie halten, was sie versprechen, ALLES! Sie kämpfen und werden bekämpft, je nach ihren Zielen. Und wenn sie ihr Wort geben, kann man es mit dem Leben oder dem Tod gleichsetzen. Dieses Ehrenwort ist das RIO-WORT. Wer es hält, schafft sich damit Lebensraum oder das eigene Grab. Gull Trinned blieb keine andere Wahl: Er wurde gezwungen dieses Ehrenwort zu geben und er zwang sich selber, es zu halten. Ihn hält man für den berüchtigtsten Mörder und Desperado der Gegend. Ihn will man für den anderen erledigen, und er war es, der von Sheriff OcBrien verhaltet werden sollte ... Gull ist auf der Suche nach seinem Bruder. Keinen Freund hat er auf diesem Trail, und doch spielen sich viele als seine Freunde auf; sogar der echte Tude Warren. Gull reitet zwischen zwei Feuern und bekommt dies zu spüren. Gebunden an sein Wort, gerät er immer tiefer in die Kämpfe dieser Gegend, die am Ende nur das Leben oder den Tod bedeuten können ... Dieser Western, in dem Ehre ganz groß geschrieben wird, sowie fünf weitere Romane großartiger nationaler und internationaler Western-Autoren, sind in diesem Band vereint. In diesem Band sind folgende Romane nationaler und internationaler Western-Autoren enthalten: ? Sterben für ein Ehrenwort - von Larry Lash ? Lockwoods Gesetz - von Ben Bridges ? Auf den Spuren eines Mörders - von Pat Urban ? Schüsse in der Nacht - von Larry Lash ? Fährte der Verlorenen - von Heinz Squarra ? Nur ein Sergeant - von Pat Urban

Leseprobe
2. Kapitel

Obwohl Gull Trined erwacht war, hielt ihn etwas davon ab, die Augen zu öffnen. Die Mattigkeit in seinen Gliedern war wie Bleigewichte. Stimmengemurmel drang dumpf hinter einer Tür hervor. Klirrende Sporen, taktmäßige und schlürfende Schritte näherten sich. Eine Tür klappte zu.

Kalte Luft wehte herein. Sie brachte den würzigen Geruch von grauer Sage ins Zimmer. Eine leichte Brise vom Frühling und von harzigen Wäldern.

Gull hob und senkte die Brust, atmete gleichmäßig wie ein Schlafender. Der Schmerz in der alten Wunde hatte nachgelassen. Wie mit tausend Nadeln stach es darin, war ein Zeichen, dass die Wunde sich wieder geschlossen hatte und wahrscheinlich auch verbunden worden war.

Dumpf entsann er sich.

Man hatte ihn für Tude Warren gehalten.

Wer war Tude Warren? - Ein Killer wohl?

Weshalb musste der Sheriff sterben?

Heh, wo befand er sich, wohin hatten ihn die Hufe des Grauschimmels getragen? Wer waren die Reiter?

Er strengte sich an und in diesem Augenblick spürte er den heißen Atem eines Menschen über sein Gesicht wehen. Eine schnelle Hand tastete über ihn hinweg, zerrte hier und dort an der Decke und wieder strich es über sein Gesicht hinweg. Haare mussten es sein, lange Haare, die den Geruch von Wildrosen an sich hatten und seine Nase kitzelten. Plötzlich brannten zwei Lippen auf seinem Mund. Es waren weiche, heiße Lippen, und sie brannten vor Sehnsucht und Verlangen, schlugen wie Flammen über ihm zusammen.

Gull beherrschte sich, spielte weiter den Schlafenden, obwohl er versucht war, die Augen aufzureißen und sich das Wesen aus Fleisch und Blut genauer anzusehen, denn es war auch für ihn immerhin interessant zu wissen, wen er vor sich hatte und wer so küssen konnte, dass ...

Seltsam, in diesem Augenblick dachte er an dunkelblaue Augen, an ein gemmenhaft geschnittenes Gesicht, an tizianrote Haare, an ein Fenster in der Paradies-Bar!

»Was tust du, Pesquita?«, keifte es gallig.

»Sei still, Manuela, dieser Señor hier gleicht Freddy ...beschwichtigte die Stimme neben ihm das Gekeife.

»Du kannst ihn nicht vergessen, Täubchen?«, klang es weniger bitter.

»Wie könnte ich ...raunte Pesquita stiller, und ein Seufzer flog über die Lippen.

»Er ist tot, hörst du?«, kam es eindringlich zurück. »Ich weiß«, tönte es müde, verhalten. »Sie haben ihn in eine Falle gelockt. Er wusste zu viel, und darum musste er sterben. - Er ist nicht der Letzte ...«

»Wie meinst du das?«

»Ich habe meine eigenen Gedanken ...«

»Dann lass sie den Señor nicht hören!«, warnte Manuela besorgt.

»Der? ... nein, der schläft. Er wird Tage hindurch schlafen. Ich kann nicht verstehen, wie er den Ritt durchgehalten hat. Er ist fast verblutet und lebt dennoch. - Er muss das Leben eines Pumas haben, kraftvoll, zäh. Jeder andere Mann wäre gestorben, wäre aus dem Sattel gefallen. Aber er hielt durch ...«

»Er ist ein Zweirevolvermann, Pesquita, stammt wohl aus Texas.«

»Du kennst ihn, Manuela?«, sprang die weiche Stimme hoffend auf. Zart liefen die Finger über Gull Trinneds Stirn.

»Ich habe viele Männer aus Texas gesehen, Täubchen, und er gleicht ihnen«, sagte die Ältere tonlos und scharrte laut mit den Geräten, die sie gerade benutzte.

»Du liebst die Männer aus Texas nicht?«

»Nein, ich hasse sie!«, fauchte die Frau von drüben. »Brad Solway, Toddy Benter und Mob Hay, die Leibgardisten der roten Hexe sind auch Texaner. Sieh sie dir an, dann ...«

»Aber Freddy war auch aus Texas, Manuela«, warf Pesquita dazwischen, und die Frau ließ etwas in der Schärfe nach.

»Sicher, aber er war entweder ein Verräter, oder nicht schnell genug ...«

»Er war kein Verräter. Man hat ihn dazu gestempelt, weil er einigen Leuten im Weg war...« »Tochter, er war angeworben, um gegen die Texaner vorzugehen, man muss Gift mit Gift bekämpfen, und wenn dieser Burs

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Produktinformationen

Titel
Gehacktes Blei liegt in der Luft - Sechs Romane in einem Band
Autor
EAN
9783738942637
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Uksak E-Books
Herausgeber
Uksak E-Books
Genre
Krimis, Thriller, Spionage
Veröffentlichung
24.07.2020
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
1.02 MB
Anzahl Seiten
865
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
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